Tipps & Tricks

So pflegen Sie Ihren Ruf in den sozialen Medien

Emma McGowan, 28. Mai 2021 12:06:43 MESZ
Emma McGowan, 28. Mai 2021 12:06:43 MESZ

Setzen Sie mit Ihren Social Posts Ihre Zukunft aufs Spiel? Finden Sie in diesem Beitrag Tipps zum Online-Reputation-Management.

Sind Sie sich bewusst, wie Sie online “herüberkommen” und welches Bild sich andere von Ihren Social Media-Profilen machen? Würden Sie sagen, dass Sie in den sozialen Medien einen positiven Ruf haben? Ihr Online-Ruf kann Auswirkungen auf Ihren Beruf und Ihr Privatleben haben - wir zeigen Ihnen welche.   

Im Beruflichen

Mehr denn je wird der erste Eindruck, den Sie bei Personalvermittlern, potenziellen Geschäftspartnern und sogar neuen Freunden hinterlassen, online statt persönlich sein. Viele Personalabteilungen werfen auch einen Blick in die sozialen Medien, um Kandidaten auf eine gute kulturelle und soziale Passung zu überprüfen. 

Doch nicht nur die Zukunft steht auf dem Spiel: Wer kennt nicht eine Geschichte von einem Bekannten, der auf Facebook über seine direkten Kollegen oder Kolleginnen gelästert hat und plötzlich zum Personalgespräch eingeladen wurde, weil der Post in der Firma die Runde machte. In den USA ist es noch extremer: Immer wieder gibt es Schlagzeilen über hochrangige Mitarbeiter*innen von Unternehmen wie z.B. Disney, die wegen unsensibler Postings gefeuert wurden.

Im Privaten

Online-Dating ist weit verbreitet und immer mehr Menschen googlen Ihr Date vor dem Treffen oder recherchieren online über die Person, die sie zum ersten Mal im realen Leben treffen werden. 34 Prozent aller Deutschen suchen vor dem ersten Treffen Informationen zu ihrem Date online oder prüfen dessen Identität. Dabei gab ungefähr die Hälfte davon an, die Online-Suche zu betreiben, weil sie mehr über die jeweilige Person erfahren möchten. 

Etwas weniger als die Hälfte gab an, zu recherchieren, um festzustellen, ob es wirklich eine Person unter dem angegebenen Namen gibt. Als Quellen für die Online-Suche wurden Social Media-Plattformen wie Facebook, Instagram oder TikTok sowie die Suchmaschinen Google und Bing angegeben

Schritt 1: Überprüfen Sie Ihre Social-Media-Konten

Gibt es noch ältere Social Media-Profile, die Sie vielleicht nicht mehr nutzen? Löschen Sie sie, denn auch diese Inhalte können über die Google-Suche bzw. über andere Suchmaschinen gefunden werden. Versetzen Sie sich in die Lage eines Personalers oder gar eines Stalkers, der mehr über sie erfahren will und führen Sie eine Online-Recherche zu Ihrem Namen durch.

Schritt 2: Posts kritisch begutachten und im Zweifelsfall löschen

Beiträge und Bilder, die in die Kategorie “unangemessene Inhalte” fallen, sollten entfernt werden. Bilder, Videos und Kommentare, die sich auf Drogen, Sexismus oder Rassismus beziehen, können immer Ihren Ruf schädigen, auch wenn diese in einem (vermeintlich) humorvollen Kontext geteilt wurden. Beachten Sie bitte auch, dass nicht jeder Mensch das gleiche Verständnis von Humor hat und sich Minderheiten durch gewisse Themen und Kommentare diskriminiert und verletzt fühlen könnten.  

Es empfiehlt sich, einen ebenso kritischen Blick auf Inhalte zu werfen, in welchen Sie von Freunden, Bekannten oder Familienmitgliedern markiert wurden. Wenn Sie ein “kritisches Foto” nicht löschen können, sollten Sie wenigstens die Markierung darauf entfernen. 

Schritt 3: Holen Sie sich Rat von Freunden

Manchmal ist es schwer zu erkennen, welche Posts oder Bilder uns im Endeffekt schaden könnten. Polarisierende Themen wie Politik, Religion und aktuell viele Pandemie-bezogene Themen und Meinungen können falsch aufgefasst werden, wenn sie von jemandem mit einer anderen Sichtweise aus dem Kontext gerissen werden. Holen Sie sich eine zweite Meinung zu Ihren Beiträgen von jemandem, dem Sie vertrauen, dessen Meinung sich aber von Ihrer unterscheidet.

Schritt 4: Schieben Sie einen Riegel vor

Tun Sie alles Mögliche, um Ihre Online-Privatsphäre zu schützen. Überprüfen Sie Ihre Datenschutz- und Privatsphäre-Einstellungen auf allen gängigen Social Media-Plattformen, wie z.B. auf Facebook und auf Instagram. Auch ein anonymer Browser, wie z.B. der Avast Secure Browser, schützt Sie vor unerwünschtem Online-Tracking und verschleiert Ihre digitale Identität.

 

Wenn Sie den Überblick darüber behalten, was die Leute bei der Online-Suche nach Ihnen finden, behalten Sie die Kontrolle über Ihr Leben. Denken Sie daran, dass Beiträge in den sozialen Medien sogar Ihre Karriere oder Ihr Privatleben in der Zukunft beeinflussen könnten. 

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