Tipps & Tricks

Wie man einen älteren PC wieder fit macht

Sandro Villinger, 14 Oktober 2020

Manch einer hat noch einen alten PC im Keller oder in der Garage und fragt sich, ob das gute Stück noch einsetzbar ist.

Wir alle verbringen derzeit mehr Zeit zu Hause und im Internet, sowohl bei Kindern als auch bei Senioren sind Online-Dauer und -Aktivitäten angestiegen. Um online zu sein, braucht natürlich jedes Familienmitglied ein Gerät. Da viele Familien aktuell knapp bei Kasse sind, macht es Sinn, mit etwas Aufwand den alten PC wieder fit zu machen.

1. Wann ist ein alter PC wirklich zu alt? Wann geht er „gerade noch so“?

Jedes Mittelklasse- bis Highend-Gerät aus den Jahren 2007-2010 sollte das absolute Minimum sein. Aber selbst dann, muss man prüfen, ob der Prozessor noch kompatibel ist. Selbst bei Kompatibilität kann es sein, dass der PC sehr langsam läuft; daher sollte man ins Auge fassen, ggf. Speicher und Festplatte aufzurüsten.

Foto: Sandro Villinger

Ich habe versucht, mit einer Reihe von Retro-PCs aus den 90er und frühen 2000er Jahren zu experimentieren, um zu sehen, wie weit wir zurückgehen können. Die Ergebnisse haben mich nicht überrascht: Es gibt zwar Anleitungen, die Ihnen helfen, Windows 10 so zu trimmen, dass es auf fast allem läuft. Standardmäßig würde es sich nur auf einem "Pentium 4"-Computer aus der Zeit um 2005 installieren, da die anderen nicht die erforderlichen CPU-Spezifikationen haben. Aber selbst wenn Sie es zum Laufen bekommen, werden Sie nicht viel Freude daran haben.

2. Bevor Sie das Gerät anschalten: Staub gründlich entfernen

Als ich meinen 13 Jahre alten Desktop-PC ausgrub, ging es zunächst darum, ihn zu öffnen und sein Inneres zu untersuchen. Es genügt zu sagen, dass das Innenleben nicht gut aussah:

Foto: Sandro Villinger

Sowohl die CPU als auch das Netzteil waren mit Schmutz und Staub verstopft. Dies kann leicht zu Überhitzung und willkürlichen Abschaltungen führen. Wenn sich Ihr PC oder Laptop also willkürlich ausschaltet, sollten Sie ihn von innen nach außen reinigen. Zwei Möglichkeiten, den Schmutz loszuwerden, sind ein Vakuum zum Ansaugen und dann eine Druckluftdose, um allen Staub hinaus zu blasen - am besten im Freien.

3. Nicht zu Windows-nostalgisch werden

Viele ältere Desktops und Laptops werden mit älteren Versionen von Windows geliefert. Sie könnten also die folgenden Kandidaten antreffen:

  • Windows XP: Seit 2014 gibt es keine Updates mehr. Erschreckend veraltet und unsicher, besonders seit dem jüngsten Vorfall.
  • Windows 7: Immer weit verbreitet, erhält aber seit Januar 2020 keine Aktualisierungen mehr.
  • Ältere Windows 10 Releases: Windows-Versionen von 2015, 2016 oder 2017 werden nicht mehr unterstützt.

Ich empfehle Ihnen, die neueste Version von Windows 10 zu verwenden! Die gute Nachricht ist, dass Ihr System, wenn es unter Windows 7 einwandfrei lief, mindestens genauso gut unter Windows 10 läuft (es könnte sogar etwas schneller laufen).

Ältere XP-PCs könnten einige Probleme haben, stellen Sie also sicher, dass Sie mindestens einen Core 2 Duo-Prozessor oder 1 GB RAM haben. Um zu überprüfen, welches Betriebssystem Sie haben, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Mein PC/Arbeitsplatz und wählen Sie Eigenschaften.

4. Uhrzeit und Datum aktualisieren

Viele Leute berichteten mir über Probleme bei der Verbindung mit dem Internet oder beim Abrufen von Windows-Updates. Nach ein paar Stunden fehlgeschlagener Versuche zur Fehlerbehebung wurde mir klar, dass es an falschen Zeit- und Datumseinstellungen hing.

Klicken Sie zur Synchronisierung auf die Uhr und wählen Sie Datums- und Zeiteinstellungen ändern. Klicken Sie auf Internet-Zeit, Einstellungen ändern und klicken Sie auf „Jetzt aktualisieren“. Dies wird wahrscheinlich viele Probleme lösen.

5. Ganz wichtig: Windows updaten

Bevor Sie Ihren alten Rechner nutzen, installieren Sie die neuesten Updates: Klicken Sie dazu auf die Schaltfläche „Start“ und geben Sie „Windows Update“ ein.

Screenshot: Sandro Villinger

Wenn Sie jedoch Dutzende von Updates ausführen müssen, versuchen Sie nicht, alle auf einmal zu installieren. Klicken Sie auf z.B. „44 wichtige Updates verfügbar“ und wählen Sie nur 5-10 Updates aus, installieren Sie sie, starten Sie den PC neu und führen Sie dann die restlichen Updates aus.

6. Software updaten

Es ist nicht nur Windows, das häufige Updates benötigt, sondern auch Ihre installierten Anwendungen! Updates lösen kritische Sicherheitsprobleme, Fehler und verbessern oft die Funktionalität.

Wenn Sie Glück haben, erscheint ein Fenster mit Update-Benachrichtigung, und Sie klicken für das Update auf ein paar Schaltflächen. In vielen Fällen müssen Sie jedoch möglicherweise den manuellen Weg gehen und das Programm erst öffnen, um dann das Update zu fahren

Screenshot: Sandro Villinger

Wenn Sie etwas Zeit sparen möchten, haben wir einen eigenen Software-Updater entwickelt, der sowohl in unserem Avast Premium Security als auch in unserem Avast Cleanup Premium integriert ist.

Über die grünen Schaltflächen können Sie Programme bequem aktualisieren. Und wenn Sie es ganz bequem haben möchten, aktivieren Sie unten rechts die „automatischen Updates“.

Mit diesen Tipps sollte der in die Jahre gekommene PC zwar keine Geschwindigkeitsrekorde brechen, aber einfaches Surfen und Arbeiten sollte damit möglich sein. Auch einfache ältere Spiele, sollten mit dem älteren Rechner noch funktionieren. Selbst einige 3D-Kracher wie Fortnite oder Counterstrike lassen sich auch beim Herabsetzen der Details noch halbwegs flüssig zocken.

Topbanner: Photo von David Becker, Unsplash

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