Tipps & Tricks

Gewinnen Sie mit unseren Privatsphäre-Updates Kontrolle zurück

Emma McGowan, 18 November 2020

Investieren Sie bewusst in gewisse Produkte, wenn es um den Online-Datenschutz geht.

Während das Jahr sich langsam dem Ende zuneigt, starten wir unsere erste Privatsphäre-Updates-Serie, die Sie dabei unterstützt, Ihre Privatsphäre aus den Händen der Tech-Unternehmen zurückzuerobern. An erster Stelle werden wir uns den sozialen Medien widmen.

Die sozialen Medien sind etwa zur gleichen Zeit wie das Smartphone auf den Markt gekommen - und die Kombination aus beidem erwies sich als unwiderstehlich. Wir waren wie Kinder mit einem neuen Spielzeug; wir wollten mehr, mehr, mehr. Viele waren naiv und nur wenige dachten wirklich über die Konsequenzen nach. Aber heute, mehr als 13 Jahre nach der Markteinführung des iPhones und 16 Jahre nach dem Launch von Facebook, wissen wir Verbraucher eher, welchen Preis wir für "kostenlose" soziale Medien gezahlt haben: mit unserer Privatsphäre. 

Die Menge an Informationen darüber, wie die großen Plattformen Daten sammeln hat uns ohnmächtig gemacht und viele haben resigniert. Was können wir im Angesicht der Tech-Riesen wirklich tun? “Die Tech-Giganten haben sowieso schon alle Informationen über uns. Wenn man nichts Falsches und Illegales tut - wen interessiert das schon?”, denken viele. 

Ich selbst bin der typische Millenial. Ich war im ersten Studienjahr an der Uni, als Facebook online ging. Ein Jahr später hatte ich das erste Smartphone und keiner von uns hat damals an Datenschutz gedacht. Als ich dann nach einiger Zeit tiefer in die Welt der Online-Sicherheit eingetaucht bin, wurde mir klar, dass wir Verbraucher und Internet-Nutzer mehr Macht haben, als wir denken. Wir müssen uns nicht so unbedarft erwischen lassen, wie zu Beginn der Social Media-Ära.

Wie können wir also aus unseren Fehlern lernen und uns auf das vorbereiten, was als nächstes kommen wird?

Indem wir nur in Unternehmen investieren, die aktiv in unsere Privatsphäre investieren. Petra Moravcová aus dem Avast-Produktteam hat einige Tipps, wie Sie sicherstellen können, dass Produkte und Dienstleistungen Ihre Privatsphäre tatsächlich berücksichtigen: “Stellen Sie sicher, dass die Unternehmen belegen können, wie Sie Ihre Privatsphäre sichern.” Moravcová sagt, dass ein Unternehmen, das sich wirklich um den Datenschutz kümmert, nicht nur lautstark für den Datenschutz eintritt, sondern diesen auch in seine Produkte einbaut.

Ein aktuelles Beispiel hierfür ist Apple. Mit dem Betriebssystem Catalina hat Apple sein Engagement für Datenschutz und Sicherheit maßgeblich verbessert. Von der Möglichkeit, nur bestimmte Fotos in den Social-Media-Apps freizugeben, über die Warnung vor schwachen Passwörtern bis zur Tatsache, dass Apps um Erlaubnis fragen, wenn sie Zugriff auf potenziell private Daten haben wollen - Catalina ist der Beweis dafür, dass Apple den richtigen Weg eingeschlagen hat.

"Wenn Ihnen Ihre Privatsphäre wichtig ist, investieren Sie in ein iPhone oder einen Mac", erklärt Moravcová. "Apple-Produkte sind sicherer, weil sie weniger im Fokus von Angreifern stehen und mehr Features zur Sicherung der Privatsphäre integriert haben. Wenn Sie Apple-Produkte kaufen, bezahlen Sie nicht nur für elegantes Produktdesign, sondern investieren auch in Ihre Privatsphäre."

Warnhinweise für ein verändertes Bewusstsein

Für die Zukunft wünscht sich Moravcová, dass technische Produkte (z.B. soziale Plattformen) mit Warnhinweisen versehen werden, ähnlich der Hinweise, die auf Zigarettenpackungen zu finden sind. Sie glaubt, dass eine visuelle Erinnerung daran, was soziale Medien der psychischen Gesundheit von Menschen antun können, unsere "Sucht" danach regulieren könnte. Eltern würde es sich dann möglicherweise zweimal zu überlegen, ihre Kinder unbedarft soziale Medien nutzen zu lassen. 

Weiterhin sagt Moravcová: "Wenn etwas wirklich helfen kann, dann sind es die Regierungen, die eingreifen und Vorschriften darüber erlassen sollten, was Unternehmen mit unseren Daten tun dürfen, wie z.B. die DSGVO in der EU. Anstatt die Verantwortung für den Schutz unserer Privatsphäre auf die Nutzer abzuwälzen, ist es an der Zeit, dass die Regierungen aktiv werden”, fordert Moravcová.

In der Zwischenzeit liegt der größte Teil der Verantwortung auf uns Anwendern. Es gibt einfache und effiziente Maßnahmen, um einen Teil Ihrer Privatsphäre von Social-Media-Plattformen zurückzuerobern. Schließen Sie sich uns für die kommende Zeit an, wenn wir die einzelnen Plattformen genauer unter die Lupe nehmen werden.

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