Tipps & Tricks

Schutz der Privatsphäre bei Facebook

Marina Ziegler, 12 Januar 2015

Schutz der Privatsphäre bei Facebook

Durch Copyright-Posts bei Facebook lassen sich eigene Inhalte leider nicht schützen

Immer wieder tauchen sie im Facebook-Newsfeed auf, Posts von Freunden, die feierlich und offiziell erklären, dass "Facebook keine Rechte an veröffentlichten persönlichen Bildern und Status-Updates hat, diese weiter zu verbreiten oder anderweitig zu nutzen". So schön das auch wäre – einfach mal eine klare Aussage bei Facebook machen und „zack!“ geschützt zu sein – so ist das leider nicht. Das Ganze ist ein Hoax – eine Ente, die sich massenweise verbreitet aber wirkungslos ist.

Dass Facebook-Mitglieder auf derartige Nachrichten hereinfallen und sie eifrig von Freunden kopieren, um sie auch auf dem eigenen Profil zu veröffentlichen, zeigt immerhin, dass sie um ihre Rechte und Privatsphäre besorgt sind und etwas unternehmen möchten, um sich zu schützen.

Es gibt jedoch ein paar Schritte, wie Nutzer ihre Privatsphäre wirklich schützen können:

Status-Updates

Facebook privacyÜber Ihre Status-Updates können Sie kontrollieren, wer was sehen kann. Nach belieben können Sie den Post für die ganze Welt sichtbar machen, indem Sie „Öffentlich“ wählen. Für private Updates ist diese Option selten empfehlenswert – schließlich geht es nicht jeden an, wie Sie sich fühlen, was Sie gerade unternehmen oder denken. Häufig macht es Sinn, ausschließlich Freunde zu informieren, oder innerhalb der Freundesliste nur einzelne Gruppen. Über „Benutzerdefiniert“ können Sie einzelne Personen, z.B. nur die engsten Freunde, auswählen oder auch ganze Gruppen und Freunde ausschließen, um Beiträge ganz gezielt zu veröffentlichen. Beachten Sie, dass sich Facebook das gewählte Zielpublikum merkt und es beim nächsten Update wieder wählt, bis Sie es ändern.

Um ein Status-Update, Foto oder Video zu löschen, besuchen Sie Ihre Chronik und klicken Sie in der oberen rechten Ecke des Posts und wählen Sie „löschen“.

Profil-Info

Ihr Facebook-Profil enthält Informationen über Ihre Arbeit und Ausbildung, Orte, an denen Sie gelebt haben, Kontaktinformationen, Familie und Beziehungen sowie Lebensereignisse und weitere Details. Um zu erfahren, wie andere diese Profil-Infos sehen können, besuchen Sie „Info“. Auf dem Titelbild finden Sie den Button „Aktivitätenprotokoll anzeigen“. Klicken Sie auf die drei Punkte rechts daneben und wählen Sie „anzeigen aus der Sicht von...“ aus. In der schwarzen Leiste ganz oben können Sie sich anzeigen lassen, wie eine bestimmte Person, Gruppe oder die Öffentlichkeit Ihr Facebook-Profil sehen kann. Teilen Sie für Ihren Geschmack zu viel Informationen mit gewissen Personen oder der Öffentlichkeit, gehen Sie zurück auf Ihr Facebook-Profil und auf „Profil bearbeiten“. Neben jedem Eintrag haben Sie die Möglichkeit, das Publikum zu erweitern oder einzuschränken.

Gibt es unter Ihren Posts Beiträge, die gar nicht sichtbar sein sollen, können Sie rechts oben auf das graue Dreieck klicken und dann „In der Chronik verbergen“ auswählen.

Apps

Ihre Apps sind entweder Zusatz-Apps, die Sie bei Facebook begonnen haben zu nutzen, wie z. B. Spiele wie Farmville oder Candy Crush Saga, oder externe Apps bei denen Sie sich mit Ihren Facebook-Zugangsdaten eingeloggt haben. Immer mehr Websites und Apps bieten den Login via Facebook an, auch da dies für den Nutzer praktischer ist, als einen neuen Nutzernamen und ein neues Passwort zu erstellen.

Wer Facebook als Login für Apps und Websites nutzt, sollte sich bewusst sein, dass er auch persönliche Informationen von Facebook mit den jeweiligen Apps und Websites teilt. Auch können die Apps und Websites manchmal in Ihrem Namen auf Ihr Facebook-Profil posten. Sie können die Rechte der Apps unter „App-Einstellungen“ bei Facebook bearbeiten, einstellen, wer Ihre Apps sieht und bei Bedarf auch Apps entfernen.

Weitere Einstellungen finden sich unter „Privatsphäre-Einstellungen und Werkzeuge“.

Letztendlich haben Sie die Kontrolle über Ihre Informationen, Fotos und Videos, die Sie bei Facebook veröffentlichen. Nutzen Sie die Möglichkeiten, Ihre Privatsphäre zu schützen, während Sie mit den Menschen kommunizieren, für die Ihre Inhalte gedacht und sinnvoll sind.