Sicherheits-News

Vorsicht vor gefälschten Streaming-Portalen

Avast Security News Team 11. Dezember 2020 16:58:52 MEZ

Verbraucherschützer und das LKA warnen vor dubiosen Streaming-Portalen, die vermeintlich Kinofilme und TV-Serien zum Schnäppchenpreis anbieten.

Wie verbringen wir unsere Abende und Wochenenden im Winter und während des Lockdowns? Natürlich gemütlich auf der Couch unter der Decke und mit Filmen und Serien. Streaming ist in und Dienste wie Amazon Prime und Netflix florieren. Manch einer sucht im Netz nach günstigeren Streaming-Angeboten, als sie bei den bekannten Anbietern zu finden sind. 

Verbraucherschützer und LKA warnen jedoch vor dubiosen Streaming-Anbietern, die Filme und Serien zum Schnäppchenpreis anbieten und dann hohe Rechnungen per E-Mail schicken. Bei der Registrierung müssen E-Mail und Telefonnummer angegeben werden. Die versprochene Leistung bleibt aus - Filme und Serien gibt es auf diesen Portalen nicht. 

Wie findet man diese gefakten Streaming-Portale im Internet?

Die meisten Verbraucher gelangen über Suchmaschinen wie z.B. Google oder Bing auf die Fake-Portale. In der Regel werden andere Webseiten vorgeschaltet, die auf nachfolgende Webseiten weiterschalten. Klickt der Suchende auf den vorgeschalteten Seiten auf einen Film, erfolgen diverse Umleitungen auf andere Webseiten. Es folgt ein kurzer Vorspann des Films und anschließend wird man zur Registrierung aufgefordert - so erhalten die Betrüger dann Ihre Daten. 

Die Masche: kostenloses Probeabo für einige Tage

In der Regel werben die betrügerischen Streaming-Portale mit einem mehrtägigen kostenlosen Testabo - meist fünf Tage -, innerhalb dessen man sich Filme und Serien anschauen kann. Bei den ersten Besuchen, die Nutzer häufig durch das Klicken auf Pop-up-Fenster auslösen, bekommen Verbraucher keinen Hinweis, dass ein zahlungspflichtiges Abo abgeschlossen werden soll. Zahlt man die per E-Mail verschickten Rechnungen nicht, bekommt man nach einiger Zeit erste Inkasso-Schreiben. Ein Beispiel für ein solches Inkasso-Schreiben mit dem Betreff “Letzte Mahnung” findet sich auf der Seite des LKA Niedersachsen. Nach solchen Schreiben könnten weitere folgen, die eine Pfändung androhen. Sogar Anrufe sollen einige Anwender erhalten haben. 

Immer wieder tauchen neue Seiten auf

Es muss sich um ein Netzwerk von Kriminellen handeln, die permanent neue Seiten ins Netz stellen. Das LKA Niedersachsen pflegt sehr aufwendig eine aktuelle Liste der betrügerischen Seiten. Wer noch zusätzliche Seiten findet, kann diese an das LKA melden.

Gesunden Menschenverstand einschalten und notfalls Anzeige erstatten

Zeigen Sie Skepsis, wenn ganz neue Filme, die überall sonst etwas kosten, plötzlich gratis angeboten werden. Manche Verbraucher haben noch immer die Vorstellung, dass man im Internet alles gratis finden kann, wenn man nur lange genug danach sucht. Sind Sie auf die Betrugsmasche reingefallen, lassen Sie sich von den Rechnungen und Inkasso-Schreiben nicht einschüchtern, zahlen Sie nicht und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei. Am besten legen Sie dabei alle Schreiben und E-Mails mit Zahlungsaufforderungen vor. 

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