Für Eltern: Beim Online-Konsum von Jugendlichen ist Hilfe zur Selbsthilfe statt Kontrolle angesagt

Kristina Ohr 26 Aug 2022

Bei Teenagern ist es an der Zeit, darauf zu vertrauen, dass sie einen Teil der Verantwortung für ihren Medienkonsum mittragen.

Genauso wenig wie ihr euer Kind mit 17 oder 18 Jahren in ein Auto setzt und sagen würden: "Fahr los!", ohne zu erklären, wie man Auto fährt oder es in der Fahrschule anzumelden , könnt ihr ein Kind nicht frei in der virtuellen Welt “herumlaufen lassen”, ohne es vorher darauf vorzubereiten. 

Wenn es um digitale Kompetenz geht, ist ein Smartphone in dieser Metapher das Auto. Euer Teenager hat wahrscheinlich ein Smartphone - eine Studie von Statista hat ergeben, dass bereits 95 Prozent der Jugendlichen in Deutschland ab 13 Jahren ein Smartphone besitzen. Und wenn ihr eurem Kind ein Smartphone gebt, legt ihr den Großteil der Kontrolle über seine Online-Aktivitäten in deren Hände. Aber bleibt gelassen, denn als gute Eltern habt ihr den Grundstein bereits zuvor im Grundschulalter eurer Kids gelegt. 

Am besten ist es, wenn ihr immer wieder an die Gespräche rund um Computer, Internet, Smartphone und Social Media-Nutzung anknüpft. Fragt bei euren Kids nach, auf welche Seiten sie gehen, welche Videos gerade angesagt sind und welche Apps und Spiele sie gerne nutzen. 

Wenn eure Kids selbst Content erstellen, bittet sie darum, dass ihr euch ansehen dürft, was sie da machen. Dabei ist ehrliches Interesse wichtig und sie sollten nicht das Gefühl bekommen, dass ihr sie kontrollieren wollt. 

Im Folgenden findet ihr einige zusätzliche Tipps, wie ihr sicherstellen könnt, dass eure Kids auf Sicherheit im Internet und den Schutz der Privatsphäre achten, in der Schule sowie zu Hause.


1. Helft euren Kids, ihre eigenen Grenzen zu setzen

Ein wichtiger Teil der Erziehung von Teenager*innen besteht darin, ihnen dabei zu helfen, “sich selbst zu regulieren” - und das gilt auch für ihre Geräte und ihren Online-Medienkonsum. Auch wenn eure Kids permanent am Handy kleben wollen, könnt ihr mit ihnen einen digitalen Zeitplan vereinbaren, der den Online-Konsum etwas reguliert. 

Ihr könnt auch "Handy- oder Internet-freie Tage" in den digitalen Zeitplan einbauen. Oder sogenannte “Cheat Days”, an denen der übliche Plan nicht gilt und man etwas über die Stränge schlagen darf. 

2. Mit gutem Beispiel vorangehen

Ein altes Sprichwort besagt, dass Kinder viel mehr auf die Taten ihrer Eltern achten als auf deren Worte. In diesem Sinne ist es sehr wichtig, den Kids gesunde digitale Gewohnheiten vorzuleben. Wenn ihr versucht, euren Kindern Grenzen in Bezug auf die Bildschirmzeit zu setzen, aber selbst ständig am Handy hängt, vermittelt das ein falsches Bild. 

3. Sprecht offen und ehrlich über die dunklen Seiten des Internets

Das Internet kann ein großartiger Ort sein, voller Informationen, Kommunikation und Verbindungen, aber es gibt auch weniger wünschenswerte Bereiche - besonders für Jugendliche: 

  • Inhalte für Erwachsene/ Internet-Pornografie. Wenn euer Kind eine weiterführende Schule besucht, wird es irgendwann mit Internet-Pornografie in Berührung gekommen.
    Das Gespräch über nicht-jugendfreie Inhalte ist eine gute Möglichkeit, um über Einverständnis, Ausbeutung und die Tatsache zu sprechen, dass das, was auf dem Bildschirm zu sehen ist, nichts mit echter zwischenmenschlicher Intimität zu tun hat. 
  • Spiele und Gaming-Communities. Viele Kinder haben eine Menge Spaß mit Online-Spielen und schließen sogar virtuelle Freundschaften in Gaming-Communities. Aber sie können dort auch auf unsoziales und illegales Verhalten stoßen, wie z.B. Cybermobbing oder die Verbreitung von Malware. Klärt eure Kids gut darüber auf, wie diese Gefahren aussehen. Gerade bei Cybermobbing scheint es einfach, ein*e Mitläufer*in zu sein, aber niemand möchte selbst gemobbt werden.
  • Das Darknet. Internet-erfahrene Jugendliche könnten herausfinden, wie sie Zugang zu Online-Marktplätzen erhalten, auf denen illegale Dinge - einschließlich Drogen oder Waffen - verkauft werden. Sprecht mit euren Kids offen über das Darknet und dessen Gefahren.


4. Macht den digitalen Führerschein. Habt ihr manchmal das Gefühl, dass eure Kids digital fitter sind, als ihr selbst? Macht den Digitalführerschein bei Deutschland sicher im Netz und vertieft somit eure eigenen digitalen Fähigkeiten. Am Ende gibt es sogar ein Zertifikat, das sicher auch beim Nachwuchs Eindruck schindet.


5. Aktualisiert eure Sicherheitssoftware. Last but not least, solltet ihr sicherstellen, dass eure Antiviren- und Cybersicherheits-Software installiert und auf dem neuesten Stand ist. Jugendliche handeln oft unbedacht - da wird schnell mal ein Link angeklickt, der am Ende womöglich das gesamte Familiennetzwerk unsicher macht. Mit Avast One können sogar unsichere Apps, von denen einige schon in offiziellen Stores aufgetaucht sind, sicher ausgeführt werden. 

Gleichzeitig wird der Zugriff auf die Webcam vor Cyberkriminellen geschützt und das alles auf bis zu dreißig Geräten, ganz gleich ob Computer, Tablet oder Smartphone! Schützt eure Familie mit dem Allrounder Avast One und nutzt unsere Rabattaktion zum Schulanfang. Die Aktion endet am 14. September 2022.

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