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Vorratsdatenspeicherung wird in Deutschland wieder eingeführt - Verbindungsdaten lassen sich mit VPN verbergen

Constantin von Pander, 21 Oktober 2015

Vorratsdatenspeicherung wird in Deutschland wieder eingeführt - Verbindungsdaten lassen sich mit VPN verbergen

Trotz starker Kritik hat der deutsche Bundestag die umstrittene Gesetzesinitiative zur Vorratsdatenspeicherung beschlossen, womit wieder ein anlassloses Überwachen und Protokollieren von Nutzerspuren erfolgen kann. Dabei wurden erst 2010 vom Bundesverfassungsgericht sowie 2014 vom europäischen Gerichtshof bisherige Regelungen und Richtlinien zur Vorratsdatenspeicherung gekippt.

 

Beispiel Bewegungsprofil auf Niederländisch, erschienen auf Netzpolitik.org Beispiel Bewegungsprofil auf Niederländisch, erschienen auf Netzpolitik.org

 

Was bedeutet das für den Verbraucher?

Für die Verbraucher besteht demzufolge die Gefahr einer Einschänkung der Grundrechte und damit ein erhöhtes Risiko zum gläsernen Menschen zu werden. Im Kern werden mit dem neuen Gesetz sämtliche Telekommunikationsanbieter in Deutschland zur Speicherung der Verkehrs- bzw. Metadaten ihrer Nutzer verpflichtet. Darunter fallen unter anderem Daten zu Telefonverbindungen (wie Rufnummern, SMS, Datum), sowie zugewiesene IP-Adressen bei Internetnutzung sowie VoIP-Diensten zur Internet-Telefonie. Die Anbieter müssen diese Daten zehn Wochen lang speichern. Für Standortdaten von Mobilfunkdiensten gilt zudem eine Speicherpflicht von vier Wochen.

E-Mails sind von den gesetzlichen Regelungen ausgenommen. Eine Erfassung von Kommunikationsinhalten ist generell nicht vorgesehen. Das Ausmaß der Datenspeicherung wird beispielsweise auch im Zusammenhang mit der Erfassung der IP-Adressen durch den “Verband der deutschen Internetwirtschaft” kritisiert. Darüber hinaus könnten mit der verdachtsunabhängigen Speicherung auch Bewegungsprofile erstellt werden. Anhand von Bewegungsprofilen lässt sich über einen bestimmten Zeitraum hinweg nachvollziehen, zu welchem Zeitpunkt sich eine Person an welchem Ort aufgehalten und mit wem kommuniziert hat.

Schutz mit VPNs wie Avast SecureLine VPN

Eine Möglichkeit, hierbei seine IP-Adresse zu anonymisieren, bieten jedoch weiterhin VPN-Tools. Diese Dienste schützen bestmöglich die Privatsphäre der Nutzer, indem außerdem alle eingehenden bzw. ausgehenden Kommunikationsdaten verschlüsselt und nicht protokolliert werden.

Die Daten vom VPN-Server lassen sich somit auch nicht eindeutig zuordnen und sind für Außenstehende unsichtbar. Avast bietet dabei mit Avast SecureLine VPN ein umfassendes Tool zum sicheren Schutz vor Lauschern bei der Internetnutzung auf PC, MAC, Android und iOS Systemen.

Avast SecureLine VPN ist auf unserer Website als Download verfügbar!